Seitliches Profil einer Frau mit straffer, gepflegter Haut als Symbolbild für verbesserte Hautelastizität durch Kollagenpeptide

WARUM NICHT JEDES KOLLAGEN GLEICH WIRKT

Was eine aktuelle Studie über Hautelastizität zeigt

Kollagenpulver gibt es inzwischen an jeder Ecke. Aber wirkt auch jedes Kollagen gleich? Eine randomisierte, doppelblinde Studie aus 2023 zeigt: Nein. Es kommt auf die Peptidstruktur an.

Was wurde untersucht?

Das Forscherteam um Ling Chen von der Jiangnan University (China) wollte wissen, ob spezielle Kollagenpeptide, die besonders reich an Hydroxyprolin-haltigen Sequenzen (X-Hyp und X-Hyp-Gly) sind, der Haut mehr bringen als herkömmliche Kollagenhydrolysate. Dafür führten sie eine randomisierte, doppelblinde klinische Studie durch, veröffentlicht im Fachjournal Food Function (2023).

30 gesunde Erwachsene im Alter von 22 bis 30 Jahren nahmen teil. Die eine Hälfte erhielt 42 Tage lang täglich 5 g der speziellen Kollagenpeptide (CP), die andere Hälfte 5 g eines herkömmlichen Kollagenhydrolysats als Kontrollprodukt. Weder die Teilnehmer noch die Untersucher wussten, wer welches Produkt bekam.

Hautelastizität: Deutliche Verbesserung

Die Hautelastizität wurde per Cutometer gemessen, dem Goldstandard in der dermatologischen Forschung. Zwei Werte standen im Fokus:

Der R2-Wert (Brutto-Elastizität) stieg in der Interventionsgruppe signifikant von 0,86 auf 0,92 (P < 0,001). Der R7-Wert (biologische Elastizität, also das Verhältnis von sofortiger zu verzögerter Rückbildung) verbesserte sich von 0,77 auf 0,84 (P < 0,001). In der Kontrollgruppe waren die Veränderungen marginal.

Was bedeutet das konkret? Ein R2-Wert von 0,92 heisst: Die Haut kehrt nach mechanischer Dehnung fast vollständig in ihre Ausgangsposition zurück. Das ist ein Zeichen für straffes, gut versorgtes Gewebe.

62-mal mehr Kollagensynthese

Noch beeindruckender waren die Ergebnisse zur Kollagensynthese in der Dermis, gemessen per SIAscope. Dieses Gerät erfasst die Kollagendichte in tieferen Hautschichten nicht-invasiv.

Die Interventionsgruppe zeigte einen Anstieg von 30,67 Einheiten. Die Kontrollgruppe? Gerade einmal 0,49. Das ist ein Unterschied um den Faktor 62. Die speziellen Kollagenpeptide stimulierten die körpereigene Kollagenproduktion also massiv stärker als das Standardprodukt.

Warum der Unterschied? Die Bioverfügbarkeit macht es

Im zweiten Teil der Studie untersuchten die Forscher die Ursache für diese Unterschiede. In einem In-vitro-Verdauungsmodell zeigte sich: Nach der simulierten Verdauung bestanden rund 70 % der speziellen Kollagenpeptide aus kleinen Oligomeren unter 500 Dalton. Beim Kontrollprodukt waren es nur etwa 50 %.

Kleinere Peptide werden besser durch die Darmwand aufgenommen. Genau das bestätigte ein zelluläres Transportmodell: Die Aufnahme der speziellen Peptide lag bei 27 %, die des Kontrollprodukts bei 21 %.

Der Schlüssel liegt in den Hydroxyprolin-haltigen Dipeptiden und Tripeptiden (X-Hyp und X-Hyp-Gly). Diese Sequenzen sind besonders resistent gegen Verdauungsenzyme und systemische Peptidasen. Sie erreichen den Blutkreislauf intakt und können dort als Signalmoleküle wirken, die Fibroblasten zur Kollagensynthese anregen.

Was das für Vitalkollagen bedeutet

Die Studie unterstreicht einen Punkt, der uns bei Vitalkollagen besonders wichtig ist: Nicht die Menge allein macht den Unterschied, sondern die Qualität der Kollagenpeptide. Es kommt darauf an, welche Peptidsequenzen nach der Verdauung tatsächlich im Körper ankommen.

Bioaktive Kollagenpeptide mit hohem Hydroxyprolin-Anteil und niedrigem Molekulargewicht, wie sie auch in unseren Vitalkollagen-Produkten enthalten sind, zeigen in der Forschung konsistent bessere Ergebnisse als herkömmliche Kollagenhydrolysate. Die Studie von Chen et al. bestätigt das mit harten Daten: gleiche Dosis (5 g), gleiche Einnahmedauer (42 Tage), aber fundamental unterschiedliche Ergebnisse, je nach Peptidqualität.

Fazit

Wer Kollagen für die Haut supplementiert, sollte auf die Peptidstruktur achten. Niedermolekulare, Hydroxyprolin-reiche Kollagenpeptide sind nachweislich bioverfügbarer und stimulieren die Kollagensynthese in der Haut stärker als herkömmliche Hydrolysate. Nicht jedes Kollagenpulver wirkt gleich, auch wenn auf der Verpackung das Gleiche steht.

 

Übersicht der Studie hier als Infographik.

 

Kollagenpeptide & Hautelastizität – Studienergebnisse Chen et al. 2023
STUDIENERGEBNISSE AUF EINEN BLICK Kollagenpeptide verbessern Hautelastizität und Kollagendichte signifikant Chen et al. · Food Function · 2023 · PMID 37970760 STUDIENDESIGN 30 Teilnehmer (22–30 J.) 42 Tage Einnahme 5 g täglich oral Doppelblind Randomisiert Kontrolliert (RCT) GRUPPEN Interventionsgruppe (n=15) X-Hyp / X-Hyp-Gly-reiche Peptide Kontrollgruppe (n=15) Normales Kollagenhydrolysat ERGEBNISSE HAUTELASTIZITÄT (R2) Vorher 0,86 Nachher 0,92 P < 0,001 HAUTELASTIZITÄT (R7) Vorher 0,77 Nachher 0,84 P < 0,001 KOLLAGENSYNTHESE IN DER DERMIS (SIASCOPE) Intervention +30,67 Kontrolle +0,49 BIOVERFÜGBARKEIT PEPTIDE < 500 DA NACH VERDAUUNG ~70% ~50% ■ Intervention ■ Kontrolle ZELLULÄRE PEPTIDAUFNAHME 27% Intervention vs. 21% Kontrolle Fazit: Niedermolekulare Hyp-Kollagenpeptide zeigen signifikant bessere Hautgesundheitswerte als herkömmliche Kollagenhydrolysate.

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Nein. Die im Beitrag vorgestellte Studie zeigt, dass spezifische bioaktive Kollagenpeptide die Hautelastizität klar stärker verbesserten als ein herkömmliches Kollagenhydrolysat. Die Studie zeigt einen klaren Vorteil spezieller Kollagenpeptide für die Hautelastizität.

30 gesunde Erwachsene im Alter von 22 bis 30 Jahren nahmen teil. Über 42 Tage erhielt eine Gruppe täglich 5 g spezieller Kollagenpeptide, die Kontrollgruppe 5 g eines herkömmlichen Kollagenhydrolysats.

Nach 42 Tagen verbesserten sich die Elastizitätswerte in der Gruppe mit den speziellen Kollagenpeptiden signifikant, während die Veränderungen in der Kontrollgruppe nur gering waren. Die speziellen Kollagenpeptide verbesserten die Hautelastizität deutlich. Die gemessenen Elastizitätswerte stiegen klar stärker an als in der Kontrollgruppe.

Nicht nur auf die Menge. Entscheidend sind Peptidqualität, Molekulargewicht, Hydroxyprolin-Gehalt und Bioverfügbarkeit.

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Referenzen:

Chen L, Lv Y, Xu F, Zhong F. The effect of oral supplements containing collagen peptides rich in X-Hyp or X-Hyp-Gly compared with normal collagen hydrolysates on skin elasticity and collagen holes: a randomised double-blind clinical study. Food Funct. 2023;14(23):10628-10638. doi: 10.1039/d3fo02873a. PMID: 37970760.

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